Anlagen sollen nur bei Bedarf blinken

//Anlagen sollen nur bei Bedarf blinken

Anlagen sollen nur bei Bedarf blinken

Zunächst hatte die UKA in Aussicht gestellt, im Fall der Inbetriebnahme von acht Windrädern im Bereich Höherberg bedarfsgerechte Befeuerung und ab fünf Windrädern das finanzielle Beteiligungsmodell UKA-Bürgerwind für eine Anlage anzubieten. Das hat sich jetzt umgekehrt. „Eine bedarfsgerechte Befeuerung ist bereits ab der fünften Anlage geplant“, sagt UKA-Projektleiter Oliver Niewald: „Das Thema scheint den Bürgern sehr wichtig zu sein.“ Dafür sei ein Bürger-Windrad erst ab der achten Anlage möglich.

Die bedarfsgerechte Befeuerung – das rote Blinken nur bei Annäherung eines Flugobjektes anstelle eines Dauersignals – wollten die Freien Wähler GfG durch die Aufstellung eines Bebauungplanes festlegen. Auch der Windradhersteller Vestas habe inzwischen ein eigenes System zertifiziert, sagt Niewald, der noch mit Anbietern verhandelt. Niewald peilt eine Aktivradar-Lösung wie an Flughäfen an. Die Sendeleistung liege nur leicht über der eines Smartphones, das System könne sowohl den Windpark Höherberg als auch den Pinnekenberg abdecken.

Nicht bestätigen kann der Landkreis Hinweise aus Bilshausen, dass Bäume gefällt worden seien, die möglicherweise als Brutplätze für den Rotmilan dienten – ein Verhinderungsgrund für Windräder. Sowohl 2013 als auch 2016 seien Bäume mit vermuteten Brutplätzen im Raum Bilshausen gemeldet worden, sagt Kreissprecher Ulrich Lottmann: „Dies wurde jeweils innerhalb weniger Tage überprüft, es konnten keine Bruten festgestellt werden.“ Samtgemeinde-Bürgermeisterin Marlies Dornieden (CDU) verweist auf nachkartierte Rotmilane am Pinnekenberg. Ob alle Planungen umgesetzt werden könnten, werde sich noch zeigen: „Jeder Standort ist einzeln zu begutachten.“

 

Entnommen aus dem Eichsfelder Tageblatt vom 02.12.2016. Bericht Kuno Mahnkopf.

2016-12-06T10:11:25+00:00 Montag, 5. Dezember2016|0 Kommentare